❌ Der Bewerber hat abgesagt.
Von Knut
Ich nicht.
6 Wochen Prozess.
5 Gesprächsrunden.
Alle begeistert.
Das Unternehmen ist fassungslos.
Ich nicht.
Denn ich wusste seit Woche 2, dass das so enden würde.
Ich sitze täglich auf beiden Seiten dieses Tisches.
Und immer wieder sehe ich dasselbe Bild.
Auf Unternehmensseite:
- „Unverschämte Gehaltsvorstellungen"
- Deals, die in Runde 4 platzen – über ein Thema, das in Runde 1 hätte besprochen werden können
- Hiring Manager, die sich fragen: „Der wollte doch gar nicht wirklich"
Auf Kandidatenseite:
- IT-Experten, die 15–25 % unter ihrem Marktwert verhandeln
- Angebote, die angenommen werden, obwohl mehr drin war
- Menschen, die aus Angst den Mund halten – und es 12 Monate später bereuen
Nichts ist für mich frustrierender:
Beide Seiten reden über dasselbe Thema.
Beide sprechen es nicht aus.
🙂 Erst wird mit dem Gehalt groß getönt:
"€ 90.000,- bis € 110.000,- sind bei uns normal."
Dann kommt ein Angebot weit darunter:
"€ 76.000,- sind bei uns der Einstieg." 🙃
"Man kann es ja mal versuchen."
"Mal sehen, ob der Bewerber das mitmacht."
"Testen wir mal, wo die Schmerzgrenze liegt."
"An den paar tausend Euro wird es jetzt nicht scheitern."
Also meine Schmerzgrenze ist so langsam überschritten.
Übrigens genauso wie die vieler Bewerber.
Wann checkt man endlich, dass das so nicht funktioniert?
Ergebnis: 6 Wochen
... für beide Seiten umsonst 🤦🏼♂️
Und für beide Seiten gleichermaßen frustrierend, da pure Zeitverschwendung.
Gehaltstransparenz ist KEIN Nachteil im Recruiting.
Sie ist ganz klar ein Wettbewerbsvorteil, den viele Unternehmen seit Jahren immer noch komplett falsch spielen.
💡 Denn wenn ihr den Leuten schon die Möhre vor die Nase haltet
... dann müsst ihr hier auch liefern 🥕
Wie offen wurde euch das Gehalt im Erstgespräch kommuniziert – und wie oft lag das Angebot letztlich darunter? 🙃
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